„27. Januar 2026 – Erinnerung ist keine Geste“

„27. Januar 2026 – Erinnerung ist keine Geste“

Der 27. Januar erinnert an Auschwitz. Aber Erinnerung ist kein Gedenkritual. Sie ist eine politische Prüfung.

Auschwitz entstand nicht, weil Menschen „plötzlich böse“ wurden. Der Holocaust entstand aus Krise, Angst, Entsolidarisierung als Folge der Durchsetzung der faschistischen Diktatur.

Wer heute erinnert, muss fragen: Warum werden wieder Menschen aussortiert? Warum wird soziale Unsicherheit wieder nationalisiert? Warum gilt Autorität wieder als Lösung?

Faschismus beginnt nicht mit Lagern. Er beginnt mit der Gewöhnung an Härte. Mit dem Satz: Es geht nicht anders.

„Nie wieder“ heißt wir sind verantwortlich.

Verantwortlich dafür, dass Ausgrenzung nicht normal wird. Dass Krisen nicht auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen werden. Dass Demokratie mehr ist als Verwaltung. Das der Kapitalismus überwunden werden muss, um eine menschliche Gesellschaft erst möglich zu machen.

Der 27. Januar ist mehr als ein Blick zurück.

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