Emanzipation entsteht von unten – oder gar nicht.

Emanzipation entsteht von unten –

oder gar nicht.

Was sich gerade abzeichnet, bestätigt jede kritische Analyse: Die US-Politik gegenüber Venezuela ist nicht demokratisch motiviert, sondern rein instrumental. Trump lässt die offiziell gefeierte Opposition um María Corina Machado fallen, sobald sie keine Machtbasis hat – und setzt stattdessen auf Regimefiguren mit realem Zugriff auf Militär, Institutionen und Öl.

Das entlarvt die ganze Rhetorik von „Demokratieexport“ als Ideologie. Legitimität zählt nur, wenn sie stabilisiert. Opposition wird benutzt, solange sie nützlich ist – und entsorgt, sobald sie stört. Dass jetzt über Öl-Exportverträge und Zugänge verhandelt wird, während die Bevölkerung weiter in Unsicherheit lebt, ist kein Zufall, sondern klassische imperialistische Praxis.

Nicht Parlamente oder Oppositionen entscheiden, sondern Gewaltapparate, Eigentumsverhältnisse und geopolitische Interessen. Die venezolanische Bevölkerung bleibt dabei strukturell marginalisiert – Objekt von Machtkämpfen, nicht deren Subjekt.

Kurz gesagt:

Emanzipation entsteht nicht durch Washington – sondern nur durch eigenständigen gesellschaftlichen Widerstand.

Alle, die in den letzten Tagen Trumps Völkerrechtsbruch etwas abgewinnen konnten, stehen jetzt mit leeren Händen da. Ihre ganze Argumentation fällt ins Bodenlose.

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