Venezuela nach Chávez – Vom bolivarischen Traum zur neoliberalen Restauration Oder, warum der venezolanische “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” an sich selbst zerbrach
Der Friedensnobelpreis für María Corina Machado und die Ideologie des Liberalismus Der Friedensnobelpreis 2025 ging an María Corina Machado, die wichtigste Oppositionspolitikerin Venezuelas. Sie gilt im Westen als Symbol für Mut, Widerstand und demokratische Hoffnung. Sie hat sich gegen das autoritäre Maduro-Regime gestellt, fordert freie Wahlen, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung. Machado ist keine Faschistin, wie manche Linke behaupten. Sie ist eine liberal-konservative
Der Frieden der Sieger – Trumps Gaza-Plan als imperiale Verwaltung der Katastrophe Kaum ist der Staub über den Ruinen Gazas gesunken, ruft Donald Trump den Frieden aus. Nicht als Geste der Versöhnung, sondern als PR-Kampagne eines Imperiums, das seine Gewalt neu organisiert. Der ehemalige US-Präsident verkauft seinen „Deal of the Millennium“ als Lösung eines Konflikts, den die Welt längst für unlösbar hält.
Warnschüsse aus dem Ruhrgebiet – Die NRW-Kommunalwahl und der autoritäre Drift Es war kein Betriebsunfall. Die Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen ist ein politisches Beben, das weit über den Rhein und die Ruhr hinausweist. Mit 14,5 Prozent zieht die AfD in fast alle Räte ein, verdreifacht ihr Ergebnis, und gewinnt in drei Städten sogar den Einzug in die Stichwahlen um das Oberbürgermeisteramt.
USA: Die Gewalt kommt aus der Mitte Warum Trump kein Unfall ist – und die USA kein „gespaltenes Land“, sondern ein autoritäres Projekt von oben
Julia Ruhs – Empörung als Geschäftsmodell Julia Ruhs tritt auf wie eine Rebellin. Doch sie ist keine Außenseiterin, sondern das Produkt einer klaren politischen Strategie. Gefördert von der Konrad-Adenauer-Stiftung, geprägt im RCDS, medienwirksam aufgebaut beim Bayerischen Rundfunk – ihr Aufstieg ist weniger Zufall als Resultat konservativer Nachwuchsarbeit. Schon ihre frühen Auftritte folgten einer Logik: 2021 ein Kommentar
Am 27.September alle nach Berlin ! Francesca Albanese: Klare Worte der UNO-Sonderberichterstatterin Die italienische Juristin Francesca Albanese hat mit zwei Berichten für die Vereinten Nationen weltweit Aufsehen erregt. In ihrer Studie „Anatomy of a Genocide“ (2024) legt sie dar, dass es vernünftige Gründe gibt anzunehmen, dass Israels Vorgehen in Gaza die Schwelle zum Völkermord überschreitet – durch
Über 150 Länder weltweit erkennen Palästina als Staat an. Sehr gut. Jedoch: Warum es jetzt geht ist es, die Kriegsmaschinerie Israels in Gaza, die Poitik der ethnischen Säuberungen des Gaza und absehbar des Westjordanlandes zu stoppen. Und das kann funktionieren - durch weltweite Isolation und Sanktionierung Israels. Die EU könnte dabei eine Vorreiterrolle spielen. Dafür gibt es ein Bündel
Frankreich unregierbar – Zerfall der Fünften Republik und die Krise Europas von Sascha Schlenzig und Marc Dormoy Am 8. September 2025 hat die Nationalversammlung François Bayrou gestürzt. 364 Abgeordnete verweigerten dem Premierminister das Vertrauen, nur 194 stützten ihn. Zum ersten Mal in der Geschichte der Fünften Republik fällt eine Regierung durch ihre eigene Vertrauensfrage nach Artikel 49.1. Bayrou hat seine
Sanktionen gegen Israel oder Komplizenschaft – Europa am Scheideweg Der völkerrechtswidrige Angriff Israels in Doha war mehr als ein Anschlag auf Hamas-Funktionäre. Er war ein Signal. Israel zeigte, dass es Grenzen überschreitet, wenn es militärisch nützt – selbst die Souveränität Katars. Nun steht Gaza vor einer Invasion. Die Opfer wären vor allem Zivilisten, die seit Jahren in einem belagerten Gebiet