Warum wir wieder von Sozialismus sprechen
Viele zucken zusammen, wenn sie das Wort Sozialismus hören.
Das ist kein Zufall.
Man hat uns jahrzehntelang erzählt: Sozialismus heißt Mangel, Staat, Diktatur.
Und ja – es gab viele Länder, in denen im Namen des Sozialismus Unterdrückung herrschte. Das war falsch. Punkt.
Aber daraus folgt nicht, dass der Kapitalismus gut ist.
Und auch nicht, dass es keine Alternative geben darf.
Sozialismus heißt heute etwas anderes.
Es geht nicht darum, dass der Staat alles bestimmt.
Es geht darum, dass wir gemeinsam über das entscheiden, was uns alle betrifft.
Zum Beispiel:
- Wohnen
- Energie
- Ernährung
- Gesundheit
- Arbeit
- Zeit
Warum entscheidet der Markt, wie viel Miete wir zahlen?
Warum entscheidet Profit darüber, ob Pflege funktioniert?
Warum müssen wir um jeden Arbeitsplatz kämpfen, während andere Milliarden anhäufen?
Sozialismus sagt: Das ist kein Naturgesetz.
Das sind politische Entscheidungen.
Sozialismus verspricht kein Paradies.
Er verspricht weniger Angst.
Keine Angst vor:
- dem Absturz
- der Kündigung
- der Miete
- dem Alter
- dem Kranksein
Sozialismus heißt nicht: Alle sind gleich.
Sozialismus heißt: Alle haben eine Stimme bei dem, wovon ihr Leben abhängt.
Es wird Konflikte geben. Natürlich.
Aber sie werden nicht hinter verschlossenen Türen von Konzernen entschieden.
Sozialismus ist kein fertiges Modell.
Er ist ein Lernprozess.
Und vor allem:
Sozialismus beginnt da, wo wir aufhören, uns einzureden, dass Konkurrenz alternativlos ist.
